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Tag des offenen Denkmals: Farbe in der Stadtlandschaft

Peter Holst (links) und Thorsten Försterling (Mitte) führten durch die Sennestadt, hier: Ausblick aus dem Sennestadthaus

Im Rahmen des offenen Denkmals baten wir zusammen mit dem Arbeitskreis Ortsbildpflege in der Sennestadt zu dem Thema „Farbe in der Stadtlandschaft“ Führungen durch die Sennestadt an.

In der Nachkriegszeit entstand der heutige Stadtteil Bielefelds als Siedlung für Heimatvertriebene, Gründungszeit 1965-70. Das städtebauliche Ensemble wurde auch durch die mit der Sennelandschaft abgestimmte und gestaffelte Farbigkeit der Wohngebäude gebildet. Dabei fällt die besondere, der Landschaft angepasste Farbigkeit, die ihr Zuhause in den Farbwelten der 1960er hat, immer dann besonders auf, wenn sie in einem Ensemble vorkommt. Deutlich wahrnehmen kann man den Wechsel von Licht und Schatten auf der Fassade, den Bezug zu den hohen Kiefern und den sandigen Böden. Auch der Charme der Nachkriegszeit ist spürbar. Heute gibt es wenige erhaltene farbige Fassaden in der Stadtlandschaft; viele verloren ihren ursprünglichen Anstrich durch die Dämmung.

Architekt Peter Holst, der im Planungsbüro Reichow arbeitete, wies die knapp dreißig Besucher bei der ersten Führung auf die Farbigkeit am Modell und Objekt hin und zeigte ebenso gelungene und weniger gelungene Beispiele von Neugestaltung auf. Bei der zweiten Führung leitete Thorsten Försterling mit Marc Wübbenhorst eine große Besuchergruppe durch die Sennestadt. Hierbei wurden auch die städtebaulichen Beziehungen im Stadtteil und die Herausforderungen an künftige Sanierungen herausgestellt.

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