Author Archives: Marc Wübbenhorst

  1. Bestand

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    Für mehr Bauen im Bestand

    Moderne Architektur und das Ewig-Überdauernde, beides übt Faszination aus. So ist es kein Wunder, dass bekannte Bauwerke, solche die sich auf Postkartenmotiven finden, entweder Postmoderne Eyecatcher oder identität-stiftende Bauwerke der Antike sind. Otto-Normal-Architektur ist wenig publikumswirksam. Warum eigentlich? Ich bin nicht dafür, dass wir nun jedes Reihenhaus auf eine Postkarte drucken. Alleine wegen der nachhaltig. Aber: Was spricht gegen das, was bereits vorhanden ist? Verdient es keine Würdigung? Karton-graue Energie – sie wurde bereits aufgewendet. Häuser stehen, manche barrierevoll, ziemlich sanierungsbedürftig, etwas abgewohnt und langweilig

    Hier in der Sennestadt haben wir mit den Farben der Sennestadt dem Bauen im Bestand einen neuen Anstrich gegeben, die Häuser passen nun wieder farblich in die sandige Senne-Landschaft, schimmern rot, grün und erdig-blau. Die Wertsteigerung und die Beachtung zogen Investitionen in den Innenraum nach, das lokale Kolorit fügte Gebäude zu Ensembles zusammen. Denn: Gebäude, die in einem Ensemble stehen, haben einen höheren Wert. Ich bin dafür, mehr im Bestand zu bauen. Das Mittelmäßige verdient Beachtung und das ist hier in der Sennestadt definitiv das Reihenhaus.

    FARBGESTALTUNG ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT: https://www.sennestadt-farben.de/farben-der-sennestadt.html

  2. MONOCAB OWL

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    MONOCABs fahren jetzt auf stillgelegter Extertal-Strecke

    Verkehrsminister Krischer lobt System als Impulsgeber für mehr Nachhaltigkeit und Lebensqualität

    Im Beisein von Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, und rund 100 geladenen Gästen ist am Montag, 3. Oktober, der Demonstrator des MONOCAB OWL-Systems auf einem Teil der stillgelegten Teststrecke der Extertalbahn im Kreis Lippe fahrend präsentiert worden. „Thusnelda“, so der Name des Demonstrators, meisterte dank seiner zwei stabilisierenden Kreisel die Strecke autonom fahrend. Zahlreiche Gäste konnten am Nachmittag über den von der Landeseisenbahn Lippe organisierten WDR-Maus-Türöffner-Tag die Test- und Demonstrationsfahrten miterleben. Vor dem ersten Start des Tech-Demonstrators war auch die künftige Kabine aus nachhaltigen Werkstoffen enthüllt worden.

    Die mobile Zukunft ist da!

    Die mobile Zukunft ist da!

    Präsentation Die mobile Zukunft ist da! Nach zwei Jahren Forschungs- und Entwicklungsarbeit ist es so weit: das MONOCAB macht Strecke! /
    Verkehrsminister Krischer lobt System als Impulsgeber für mehr Nachhaltigkeit und Lebensqualität

    Pressebilder zur Veranstaltung unter https://www.urbanland-owl.de/presse-und-medien/presseinformationen/

    Enthüllung MONOCAB OWL

    Im Beisein von Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, und rund 100 geladenen Gästen ist am Montag, 3. Oktober, der Demonstrator des MONOCAB OWL-Systems auf einem Teil der stillgelegten Teststrecke der Extertalbahn im Kreis Lippe fahrend präsentiert worden. „Thusnelda“, so der Name des Demonstrators, meisterte dank seiner zwei stabilisierenden Kreisel die Strecke autonom fahrend. Zahlreiche Gäste konnten am Nachmittag über den von der Landeseisenbahn Lippe organisierten WDR-Maus-Türöffner-Tag die Test- und Demonstrationsfahrten miterleben. Vor dem ersten Start des Tech-Demonstrators war auch die künftige Kabine aus nachhaltigen Werkstoffen enthüllt worden.
    Minister Oliver Krischer sagte: „Die Projektidee MONOCAB hat das Potenzial, schienengebundene Mobilität zu ergänzen und zugleich Ostwestfalen-Lippe als Innovationsstandort in Nordrhein-Westfalen zu profilieren. MONOCAB OWL mit seinem innovativen Verkehrskonzept und dem nachhaltigen Kabinendesign steht beispielhaft für eine Mobilitätspolitik, die Umwelt und Verkehr nicht mehr als Gegensätze begreift, sondern als Impulsgeber für mehr Nachhaltigkeit und Lebensqualität.“
    Zuvor hatte der Präsident der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe Professor Dr. Jürgen Krahl das Mobilitätsprojekt der REGIONALE 2022 gelobt: „Das MONOCAB OWL verbindet eine im Grunde genommen seit 100 Jahren bekannte Technik mit einer modernen Idee, die den schienengebundenen Nahverkehr neu denkt, nämlich als Kombination aus öffentlichem und individuellem Personentransport.“ Man könne nämlich auf das nächste freie MONOCAB warten, oder es aber auch per App zu einer bestimmten Uhrzeit bestellen. „Wir sind von dieser Technologie so überzeugt, dass wir planen, ein MONOCAB dauerhaft am Innovation Campus in Lemgo fahren zu lassen.“ Krahl erinnerte daran, dass die Entwicklung des MONOCAB ein weiterer Gemeinschaftserfolg in OWL sei. „Mein Dank gilt meinem Kollegen und Projektleiter Professor Schulte und seinem Team an der TH OWL und genauso unseren Partnern von der Fachhochschule Bielefeld, dem Fraunhofer ISOB-INA Lemgo, der Landeseisenbahn Lippe und dem Kreis Lippe. Unsere gemeinsamen Anstrengungen zeigen, wozu Hochschulen für angewandte Wissenschaften im Verbund mit weiteren Experten fähig sind“, so Krahl weiter. Das System werde künftig auf dem gemeinsamen RailCampus OWL in Minden weitergeführt, um es bis zur Serienreife zu entwickeln.
    „Lippe ist Reallabor für multimodale Mobilität: Die Idee für das MONOCAB ist in Lippe entstanden, darauf sind wir alle stolz und wollen die nächsten Schritte auch in Lippe umsetzen. Die innovativen Ein-Schienen-Fahrzeuge helfen gerade im ländlichen Raum, klimafreundliche Mobilität bedarfsgerecht zu sichern“, erklärte Landrat Dr. Axel Lehmann.
    Jürgen Tuscher, Geschäftsführer des RailCampus OWL in Minden sagte, das MONOCAB sei der perfekte Türöffner für den Wechsel vom individuellen Personennahverkehr, kurz IPNV, zum ÖPNV. „Fahrgäste können nach Bedarf das Angebot nutzen, und es erwartet sie ein angenehmes freundliches Fahrerlebnis mit weniger Mitfahrenden als im öffentlichen Personennahverkehr“, so Tuscher. Damit sei insbesondere im ländlichen Raum eine gute Ergänzung zu etablierten Angeboten möglich.
    Besonders stolz machten die ersten gelungenen Testfahrten den „Vater“ der Idee, Thorsten Försterling von der Landeseisenbahn Lippe. „Die Zukunft der Mobilität im ländlichen Raum ist individuell. Eine Lösung muss gut und einfach sein. Sie muss intuitiv sein und sich selbstverständlich anfühlen. Genau das erreichen wir mit dem MONOCAB“, so Försterling.
    Ähnlich sieht es auch der Vizepräsident für Forschung und Transfer der TH OWL, Professor Dr. Stefan Witte. Mit dem MONOCAB OWL entstehe ein Fahrzeug, das ganz neues Potenzial für die Reaktivierung von Bahnstrecken schaffe. „Das wird gerade in ländlichen Regionen Mobilitätsangebote mit automatisiertem, elektrischen Schienenverkehr neu stärken“, so Witte.
    Für Projektleiter Professor Dr. Thomas Schulte, Dekan im Fachbereich Elektrotechnik und Technische Informatik der TH OWL ist das MONOCAB „das außergewöhnlichste Projekt, das ich je erlebt habe. Es ist technisch und organisatorisch sehr aufwendig aber mit einer extremen Begeisterung bei allen Beteiligten und Unterstützenden“, so Schulte. Mit dem MONOCAB OWB hätten alle Beteiligten die Chance, ein wirklich innovatives neues Mobilitätskonzept im ländlichen Raum umzusetzen: „Perspektivisch könnten ab etwa 2027 MONOCABs einen Test-Regelbetrieb aufnehmen.“
    Auch der Dekan des Fachbereichs Ingenieurwissenschaften und Mathematik der Fachhochschule Bielefeld und Studiengangsleiter des neuen Bachelorstudiums „Digitale Bahnsysteme“ am RailCampus OWL in Minden ordnete MONOCAB OWL als Forschungshöhepunkt wissenschaftlicher Zusammenarbeit ein. „Für die FH Bielefeld steht das Thema Nachhaltigkeit seit vielen Jahren ganz oben auf der Agenda. Das betrifft die Lehre wie die Forschung. Aus diesem Grund hat sich ein Expertenteam der FH in enger Zusammenarbeit mit Forschenden der TH OWL voller Elan und mit dem notwendigen Know-how darangemacht, für das System MONOCAB ein eigenes Fahrwerk mit Rad mit besonderem Radprofil zu entwickeln – Elemente, die unverzichtbar sind, damit diese zukunftsweisende Technologie zur Entwicklung eines schienengebundenen und nachhaltigen Mobilitätsangebotes insbesondere für den ländlichen Raum einwandfrei funktioniert“, so Professor Dr. Rolf Naumann.
    Das MONOCAB OWL ist ein kreiselstabilisiertes autonomes Einschienen-System mit elektrischem Antrieb und eines der Projekte des NRW-Strukturprogramms REGIONALE 2022 „UrbanLand“ im Bereich vernetzte Mobilität. Die Fahrzeuge sind so konstruiert, dass sie sich auf einer normalen Eisenbahn-Gleisstrecke auch begegnen können.
    Die Projektförderung erfolgt im Rahmen der Umsetzung des operationellen Programms des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Nordrhein-Westfalen für den Zeitraum 2014-2020 mit einer Ko-Finanzierung durch das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen. Allein der Europäische regionale Entwicklungsfonds fördert das Projekt mit 1.998.040 Euro. Hinzu kommen noch 1.598.432 Euro Landesmittel aus Düsseldorf.
  3. Kultur warm halten

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    Das Zusammenleben in der Stadt braucht Kulturorte. Gemeinschaftshäuser, Rathäuser, Gemeindehäuser – ohne einen öffentlichen Treffpunkt wird es schwierig für Kulturveranstaltungen. Kultur ist der Kitt, der die Gesellschaft zusammenhält. Nach zwei Jahren Corona ist deutlich geworden, wie sehr Kultur fehlt, wenn Sie fehlt. Treffen waren nicht mehr möglich. Online ist eben nicht alles. In diesem Winter sind wir wieder in der derselben Situation: Kultur friert ein.
    Seit dem 01. September werden öffentliche Gebäude auf 19° herunter gefahren. Na gut, dass lässt sich vielleicht aushalten und Energiesparen ist an Sich eine gute Sache, in Krisenzeiten umso mehr notwendig.

    Aber: viele Kulturorte werden darüber hinaus auf Frostschutzbetrieb heruntergefahren. Abgesehen von den Schwierigkeiten für das Gebäude selbst (Feuchtigkeit) fallen damit zahlreiche Veranstaltungsorte aus, Kulturprogramme schlichtweg frieren ein. Auch für die (zahlreichen öffentlich geförderten) Programme im Kultursektor sehe ich dünnes Eis. Ankommen nach Corona? Ja, aber eben nicht bei 5°!

  4. Schulen sanieren!

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  5. Leerstandskataster?

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    “Wir brauchen kein Leerstandskataster, sondern keinen Leerstand!”
    Der Doughnut-Effekt! Innenstädte werden ausgehöhlt, die Stadt fräst sich immer weiter ins Land. Einfamilienhaus-Siedlungen uniformer Tristesse werden am Ortsrand denen ermöglicht, die die neuen Bewohnerinnen des Ortes werden sollen. Fachmarktzentren sollen Versorgungslücken schließen. Gewünscht sind nur große Ladenflächen mit mindestens 600m², in der Innenstadt also unmöglich. Was bleibt, sind öde Ortskerne und der Versuch, leere Ladenzeigen liebevoll zu dekorieren. Nichts gegen solche Zwischenlösungen. Aber im Sinne der nachhaltigen Stadtentwicklung sollten Gebäude im Innenstadtbereich mehr Wertschätzung erfahren. Diese sind übrigens oft gemischter Natur, die Unterscheidung zwischen Ladenfläche und Wohnraum, die gab es vor hundert Jahren nicht. Der Schuster wohnte über seinem Laden. Solche Objekte will heute niemand. Zu teuer? Zu baufällig? Sanierung ist das K.O.-Kriterium beim Immobilienkauf.

    Auf Platz 1 landet „Sanierungsbedürftigkeit”, das von 78% der Befragten angeführt wird. Für sehr viele Käufer ist dies ein absolutes Ausschlusskriterium, bei dem sie von Vornherein von einer Besichtigung absehen. Auf den Rängen zwei und drei der No-Gos finden sich „Straßenlärm” und eine „veraltete Ausstattung” mit 49% bzw. 39% der Nennungen.
    Wohnen plus Ladenzeile, an sich eine gute Sache. Aber an den Mann oder die Frau bringen – nein. Aus unserer Erfahrung in der Regionalentwicklung können wir bestätigen: das Ausschlusskriterium Nummer 1 ist die Sanierungs- bedürftigkeit eben dieser Objekte. Ein Trilemma: Wohnraum, leere Innenstädte und regionale Versorgung.

    Wir müssen den Leerstand anfassen und sanieren. Die Versuche eines Leerstandkatasters sind ist oft gescheitert, der Aufwand so etwas aktuell zu halten ist immens, “tagesaktuelle” Angebote am besten online? Dafür ist sind die Eigentumsverhältnisse zu undurchsichtig, der Markt zu dynamisch. Es braucht also keine Liste, sondern jemanden, der in die Häuser hineingeht und schaut, diese vom Markt weg kauft. Also, den Zwischenerwerb durch städtebauliche Entwicklungsgesellschaften. Und wir haben Bock es jetzt anzugehen, also: einfach machen!