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Dritter Ort Farmbeck

Der Dritte Ort hat Einfahrt auf Gleis 2

Dritte Orte sind Plätze des Zusammentreffens und bieten Menschen die Möglichkeit der Begegnung mit Kunst und Kultur in ländlichen Räumen. Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen fördert die Konzeptentwicklung für diesen sowie sechzehn weiterer solcher Orte der Begegnung.

Warum ein Dritter Ort in Farmbeck, Nordlippe?

Nordlippe ist eine hügelige Gegend östlich der alten Hansestadt Lemgo. Im Tal der Bega und der Exter müssen die Fahrschüler weit fahren, um das Anfahren an einer Ampel üben zu können. In solcher Gegend einen klassischen Dritten Ort mit täglich geöffneter Tür aufzubauen, ist sehr schwierig und sehr riskant. Aber: durch die beiden Täler verlaufen Gleise, und auf den Gleisen verkehrt eine historische Eisenbahn. Deshalb hatten wir die Idee, den Dritten Ort auf Räder zu stellen. Wo sich kein Eiscafé halten kann, da ist der Eismann mobil.

Wie gelingt der Anschluss an Mobilität?

Eine Bahnmeisterei für den historischen Eisenbahnbetrieb, eine Eisenbahnstrecke und ein 90 Jahre alter Gepäckwagen als rollendes Jugendzentrum und Europawaggon bilden den bestehenden dritten Ort, der ausgebaut und weiteren Akteuren zugänglich gemacht werden soll.

Die Landeseisenbahn Lippe mit über 200 Mitgliedern vernetzt als feststehende Tourismusmarke viele regionale Angebote in Nordlippe: Draisinen, Wanderwegenetze, offene Jugendarbeit, Beschäftigungsförderung, Bildungsangebote, Kulturveranstaltungen, regionale Gastronomie und vieles mehr. Die bestehenden Netzwerke, Kompetenzen und Alleinstellungsmerkmale können genutzt werden, um den dritten Ort auszubauen und damit die Möglichkeiten und Angebote bekannter, attraktiver und besser erreichbar zu machen.

Wie wird Dritte Ort Begegnungsstätte für Jugendkultur?

Das Gelände der Bahnmeisterei wird zum zentralen und dauerhaft nutzbaren Kultur- und Begegnungsort umgestaltet. Mit Kooperationspartnern aus der Region werden die Gebäude als Grundlage für erste Planungsüberlegungen untersucht. Mit dem Konzept sollen die Nutzungen konkretisiert und ein Angebot niederschwelliger Formate für Jung und Alt entwickelt werden.

Durch die Kombination des dritten Orts “Bahnmeisterei” als zentralen Platz und dem Jugendwaggon als dezentralen Ort reagiert das Projekt gezielt und auf besondere Weise auf die Herausforderungen des ländlichen Raums um Kultur- und Begegnungsangebote für jeden zugänglich zu machen.

Wie entschied die Jury?

Aus einem mobilen Angebot soll in der Bahnmeisterei ein fester Treffpunkt mit Schwerpunkt Jugendkultur werden. Die Jury hat besonders die gute Vernetzung in der Region, den jugendlichen und originellen Konzeptansatz und die Verbindung von zentraler und dezentraler Jugendarbeit hervorgehoben.