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Osterwald

Osterwald taucht auf – als Kapitel im Lehrbuch „Gelebte Demokratie“. Die Osterwalder wissen offenbar: Politik ist etwas, das man macht, etwas, das wir gemeinsam machen. Zusammen mit dem Ort und der Diakonie Himmelsthür entwickeln wir das Dorf weiter, kitzeln raus, was gut läuft und erklären, warum das so ist.

Dorfentwicklung

Die Diakonie Himmelsthür betreibt im Flecken Salzhemmendorf, Ortsteil Osterwald, seit über 50 Jahren das Emil-Isermeyer-Haus, eine Einrichtung der Eingliederungshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung. Hier leben zurzeit 37 Menschen mit hohem Pflegebedarf. Das Haus beschäftigt 48 Mitarbeiter*innen in Voll- und Teilzeit. Es ist der größte Arbeitgeber im Dorf und einer der größten in der Gemeinde.

Das Magazin ist das erste Ergebnis eines Dorfentwicklungs-Prozesses, den Henning Brandes, Leiter des Emil-Isermeyer-Hauses, der Diakonie Himmelsthür, angestoßen haben. Was die Diakonie dabei motiviert, erklärt Henning Brandes: „Einerseits möchten wir dem Dorf etwas zurückgeben. Wir nutzen seit Jahrzehnten die lebendigen Strukturen von Osterwald und die Offenheit seiner Bewohner für die Menschen in unserem Haus.

Osterwald taucht auf

Jetzt soll das Dorf im Gegenzug die gute Vernetzung der Diakonie nutzen können, um sich als attraktiver Wohnort in Niedersachsen bekannt zu machen. Andererseits haben wir selbst ein Interesse daran, Fachkräfte zu gewinnen, die in Osterwald arbeiten möchten, und unser Haus zu bewerben.

Hauptakteure des Dorfes, Multiplikatoren und die Leitung des Isermeyer-Hauses haben sich in einer Steuerungsgruppe zusammengefunden, um eine Gesamtstrategie für die Aufwertung des Dorfes zu entwickeln. Moderiert wird der Prozess von alberts.architekten - Büro für Soziale Architektur aus Bielefeld, die Standorte entwickeln und einen partizipativen Ansatz beim Planen für Gruppen und Gemeinschaften verfolgen.

Zusammenwirken

Das Waldbad Osterwald gilt als das schönste Freibad in einem weiten Umkreis. Die Waldbühne Osterwald meistert über 50 Aufführungen im Jahr und zieht damit rund 15.000 Besucher an, aus Hameln, Hildesheim, Hannover. Beide Einrichtungen werden von ehrenamtlich aktiven Vereinsmitgliedern betrieben. Die Osterwalder halten solches Engagement für „normal“ – man pflegt das dort seit Jahrhunderten. Anderswo laufen große Debatten und Forschungen zu der Frage, wie die Zivilgesellschaft in den Städten und Dörfern reaktiviert werden kann, vor allem dort, wo Menschen abwandern und eine Einrichtung nach der anderen geschlossen wird.

Der blaue Stuhl

Der Bielefelder Fotograf Peter Wehowsky hat Personen oder Personengruppen aus Osterwald jeweils auf einem blauen Stuhl fotografiert. Oft steht der Stuhl im Freien, und oft an einem Ort in Osterwald, der der Person, die wir sehen, besonders wichtig ist. Jeder und jede hat sich so auf den Stuhl gesetzt, wie sie wollte. Viele haben uns dazu etwas von sich erzählt. Mehr davon in der gedruckten Ausgabe von "Ort und Stelle".

 


Hans-Dieter Kreft ist Vorsitzender des Bergmannsvereins: Er führt Besucher unter Tage. Osterwald als Bergort hat eine lange Bergmannstradition. Überall im Ort finden sich Zeugnisse der Bergmänner.


Ludwig Schmarsel ist verantwortlich im Waldbad, es wird ehrenamtlich betrieben. Die Saison beginnt mit einem großen Fest. Auch im Winter braucht das Bad technische Betreuung.


Andrea Hüskes ist Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Osterwald. Das Aktivitäten-Programm auch mit Winterwanderung und Faschingsnachmittag, Tagesfahrten und Theaterbesuchen ist vielfältig.