Der Dritte Ort

Soziale Architektur

Mulitfunktionale Orte der Begegnung : „Was bringt Menschen dazu, trotz Online-Angeboten in die Stadt zu gehen?“ Die auf KOMMUNAL gestellte Frage mit vielen, durchaus hilfreichen Antworten findet sich in einer Liste, mit der die Belebung der Innenstädte diskutiert wird. Ich bin froh, dass diesmal nicht nur die „Parkbänke zum Verweilen einladen“ – ein Satz, den ich in jeder Broschüre lesen muss. Nichts gegen Stadtmöblierung, allerdings sind es die Menschen, die eine Innenstadt beleben. Nicht großformatige Kuschelkisten, Klötze oder Kinder, die lachend auf jeder Visualisierung abgebildet sind. Es braucht wirkliche Begegnungen und stabile Stadtbeziehungen.

Ich bin überzeugt, dass nur multifunktionale Angebote eine Stadtgesellschaft nicht überfordern und diese zum Erhalt von historischer Bausubstanz beiträgt. Den Vorschlag „Öffentliche Bildungs-, Sozial- und Kultureinrichtungen künftig im innenstädtischen Bereich vorsehen.“ Müsste man also in „Dritte Orte“ umbenennen und das nicht nur künftig, sondern direkt ab gestern. Als Verständigungsplattform zwischen Menschen werden diese als „öffentliche Orte der Begegnung und des Austauschs in Abgrenzung zum Ersten Ort, dem Zuhause, und dem Zweiten Ort, der Arbeit.“ Beschrieben.

Am Kulturstellwerk in Nordlippe habe ich an so einen Dritten Ort mitgewirkt. Architektur kann den Rahmen schaffen, das Miteinander muss sich einüben. Ich möchte, dass es mehr Dritte Orte gibt. Ich freue mich, wenn Sie mir mitteilen, wo Sie einen „Dritten Ort“ sehen! Schreiben Sie mir eine Mail!

Quelle: https://kommunal.de/lebendige-innenstadt-empfehlungen-beispiele?utm_medium=email&utm_source=newsletter&utm_campaign=20211007