“Klimaräume in Pflegeheimen?

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Metropolen werden immer wärmer. Schon jetzt heizen sich Städte immer mehr auf, Beton, Asphalt, Steine, solche Materialen versiegeln Flächen oder speichern Sonnenwärme besonders gut. War es vor wenigen Jahren noch das oberste Ziel, möglichst viel Wärme im Haus zu halten, wissen Bewohner*innen von Städten an heißen Sommertagen kaum noch, wohin mit der Hitze im Innenraum. Und mit dem Öffnen von Fenstern ist es nicht getan.

Die Klimaerwärmung trifft Städte mit dichter Bebauung besonders hart: Drei bis zehn Grad wärmer sind solche Orte im Vergleich zum ländlichen Umland. Durch die hohe und plötzliche Umgebungstemperatur bekommen Menschen, aber auch die Flora und Fauna in den Ballungszentren Schwierigkeiten.

Moderne Städte sind Orte der Geschwindigkeit, Orte des Zuzugs. Städte wachsen. 2018 lebten 55 Prozent der Weltbevölkerung in Städten – weltweit mehr als 4,2 Milliarden Menschen; Megacitys wie Shanghai oder Lagos oder Kairo haben mehr Einwohnende als mancher europäische Staat.
Für mich sind Städte Orte der Energien. Wo viele Menschen zusammenkommen, entsteht Reibung, daraus wiederum Wärme. Das ist gute Energie. Schlecht ist es, dass der Klimawandel Hitze in der Stadt lässt, die wir kaum bewältigen haben können.

Überhitzung ist für urbane Zentren auch in unseren Breitengraden eine völlig neue Herausforderung. Auch nachts kühlen die Städte hier nicht mehr richtig runter. Also nicht nur in der Wüste, sondern in Westfalen! Bielefeld, Paderborn und Detmold werden im Sommer schlichtweg zu heiß. Müssen wir nun in Pflegeheime klimatisierte Extraräume einbauen?